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Ein fürstliches Geschenk



Aus der Mineralogischen Sammlung
Platin-Nugget



Uni Jena Mineralogische Slg Platin auf weiss

(Foto Dr. Birgit Kreher-Hartmann)

Platin-Nugget
Nischne-Tagilsk, Ural, Russland
204,75g, 5 x 2.7 x 2.3 cm
Inv.-Nr. E003/01/6371

Herausragende Objekte aus den Sammlungen der Friedrich-Schiller-Universität Jena  wie das hier  vorgestellte Platin-Nugget werden in der Thüringer Landesausstellung "Die Ernestiner. Eine Dynastie prägt Europa" bis zum 28. August gezeigt.

Platin gehört zu den Edelmetallen und kommt auf unserer Erde gediegen, also elementar,  vor.  Obwohl es nachweislich schon bei den Ägyptern genutzt wurde, war das Platin im Mittelalter in Europa  in Vergessenheit geraten. Im 18. Jahrhundert wurde es mehrfach aus Südamerika (platina span. "silber") beschrieben. Andere Lokalitäten waren bis etwa 1815 unbekannt. Dann wurden im Ural Platin-Lagerstätten entdeckt. Russland wurde damit zum Exporteur für das Platin; da es dem Silber ähnlich sah, wurde es in den ersten Jahrzehnten vor allem als Münzmaterial verwendet.

Das oben gezeigte Platin gehört zur Edelmetall-Sammlung, zu welcher auch Seifenplatin und weitere Nuggets  gehören.  Seit dem 24. April ist dieses Platin in der Thüringer Landesaustellung  "Die Ernestiner - Eine Dynastie prägt Europa" im Neuen Museum  in Weimar zusammen mit weiteren Leihgaben der Universität Jena bis zum 28. August  ausgestellt .  Den Weg in die Landesausstellung hat das Platin-Nugget möglicherweise seiner prominenten Schenkerin zu verdanken.  Um 1820 vermittelte Maria Pawlowna das Metall an Johann Wolfgang Döbereiner , damit er seine Versuche zur Katalyse des Platins fortsetzen konnte. 

Maria Pawlowna wurde im Jahre 1806, also bereits zwei Jahre nach ihrer Ankunft in Weimar zum Ehrenmitglied in der Societät für die gesamte Mineralogie zu Jena ernannt. Zwischen 1817 und 1857 beglückte sie die Societät mit 12 Geschenksuiten.  Unter "Suiten" verstehen sich Aufsammlungen/ Zusammenstellungen von Mineralen und Gesteinen einer Art bzw. einer Region. Vom Umfang variieren diese zwischen etwa einem Dutzend und acht bis zehn Dutzend Objekten je Suite.  Ab 1823 wird sie als ordentliches Mitglied der Societät geführt. 

  

Dr. Birgit Kreher-Hartmann 

Kontakt

Dr. Birgit Kreher-Hartmann

Institut für Geowissenschaften
Mineralogische Sammlung
Sellierstraße 6
07745 Jena
Tel: +49 (0) 3641 948 714

Öffnungszeiten:
Mo und Do 13 bis 17 Uhr
sowie nach Vereinbarung

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