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Überdurchschnittliche Studienleistungen und besonderes interkulturelles Engagement

Der DAAD-Preisträger für besondere Leistungen ausländischer Studierender 2018 steht fest – Außerdem wird ein Sonderpreis des Präsidenten vergeben
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24.10.2018


Der Masterstudent Michael Patrick Veale erhält den diesjährigen DAAD-Preis für besondere Leistungen ausländischer Studierender. Der US-Amerikaner studiert Auslandsgermanistik/Deutsch als Fremd- und Zweitsprache an der Universität Jena. Der 28-Jährige überzeugte die Vergabe-Kommission durch überdurchschnittliche Studienleistungen und sein besonderes gesellschaftliches Engagement.

Mit einem Sonderpreis des Präsidenten der Friedrich-Schiller-Universität Jena wird die Masterstudentin der Politikwissenschaft Phuong Anh Nguyen aus Vietnam ausgezeichnet. Beide Preise sind mit jeweils 1.000 Euro dotiert. Sie werden am Donnerstag (25. Oktober) während der Feierlichen Immatrikulation überreicht.

Nach seinem Studium der Theaterwissenschaften und während eines Studienaufenthalts in Berlin entschied sich Michael Veale, intensiver mit dem Zweitsprachenerwerb der deutschen Sprache zu beschäftigen und kam so auf Jena, wo der Schwerpunkt des Masterstudiengangs Auslandsgermanistik auf der Methodik und Didaktik liegt. "Jena hat einen international höchst anerkannten Masterstudiengang Deutsch als Fremd- und Zweitsprache", sagt Michael Veale. Die Entscheidung für die Universität Jena sei folglich leichtgefallen.

Veale, der aus Charlotte in North Carolina stammt, nahm sein Masterstudium im Wintersemester 2016/17 auf. Nach seinem Abschluss will er Theater, Sprachunterricht und Interkulturalität miteinander verknüpfen. Michael Veale engagiert sich in vorbildlicher Weise für studentische Belange: Er ist zweiter Vorsitzender und Finanzverantwortlicher seines Fachschaftsrates und arbeitet als studentisches Mitglied in Gremien mit. Außeruniversitär ist er im Jenaer Verein Kindersprachbrücke tätig. Hier betreut er einen geflüchteten Minderjährigen beim Deutschlernen und den Hausaufgaben und hilft anderen Flüchtlingen in Jena anzukommen und sich heimisch zu fühlen. Dabei wendet er nicht nur seine Fachkenntnisse an, sondern bringt seine Lebenserfahrung und positive Ausstrahlung ein.

Arbeitsethos und Pflichtbewusstsein hätten ihm seine Eltern vermittelt, sagt der US-Amerikaner: "Wenn ich helfen kann, dann helfe ich gern." Damit zeigt er ein für alle Studierenden nachahmenswertes Engagement.


Praxiserfahrung in sozialem Engagement gesammelt

Phuong Anh Nguyens ehrenamtliche Arbeit im Int.Ro, dem StuRa-Referat für interkulturellen Austausch, im Verein interkult und als Mentorin des Internationalen Büros in der Anfangsbetreuung ausländischer Studierender ist außergewöhnlich vielfältig. Sie setzt sich als Delegierte zur Bundeskonferenz des Bundesverbandes ausländischer Studierender (BAS) dafür ein, die Belange internationaler Studierender zu Gehör zu bringen, dabei jedoch nicht nur hilfreiche Kritik zu üben, sondern auch das Positive des Studienstandortes hervorzuheben. Als Mentorin übernimmt sie Verantwortung für neue Studierende, gibt ihnen wertvolle Hinweise für einen gelingenden Studienstart. Mit dem StuRa-Referat Int.Ro und dessen Gruppen organisiert sie vielfältige interkulturelle Veranstaltungen und bereichert so das Leben an der Universität und bringt sich in die Integration internationaler Studierender ein.

Phuong Anh Nguyen zeigt vorbildlich, dass gesellschaftliche Teilhabe keine Theorie sein muss und eine angehende Politikwissenschaftlerin auch neben dem Studium Praxiserfahrung in sozialem Engagement sammeln kann. Die Auszeichnung mit dem Sonderpreis des Präsidenten kommt für Phuong Anh Nguyen dennoch überraschend: "Ich denke, dass unsere Universität noch viele weitere Kandidaten hat." Nguyen, die aus Hanoi kommt, wo sie zunächst studiert hat, sagt, sie wolle als Mentorin etwas von dem zurückgeben, was sie selbst als Neuling in Jena erfahren hat. Die Willkommenskultur im Studentenparadies Jena habe ihr selbst sehr geholfen, nun möchte die 27-Jährige anderen Studierenden die ersten Schritte an der Universität und in der Stadt erleichtern.

Kontakt:
Dr. Britta Salheiser
Internationales Büro der FSU
Fürstengraben 1, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 931146
E-Mail:

Meldung vom: 2018-10-24 12:30
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