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Vom Dominikanerkloster bis zum Inselplatz

Eine Ausstellung im Universitätshauptgebäude zeigt die wechselvolle Geschichte der Universitätsgebäude / Führungen am 18. Oktober und 15. November
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17.10.2018

Die wechselvolle Geschichte ausgewählter Gebäude der Friedrich-Schiller-Universität Jena präsentiert die Architekturausstellung "Die Architektur unserer Universität - eine Zeitreise", die ab sofort im Universitätshauptgebäude zu sehen ist. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei.

Wissen Sie, was ein "Karzer" ist? Im Karzer wurden Studierende untergebracht, die mit dem Gesetz in Konflikt gerieten. In Jena gab es zeitweise bis zu neun Arrestzellen im Kollegienhof. Oder wussten Sie, dass die Friedrich-Schiller-Universität über 130 Gebäude oder -ensembles in Jena und Umgebung betreut, die durch 120 km Glasfaser verbunden sind? Dieses Wissen und noch mehr spannende Informationen und Anekdoten vermittelt die Architekturausstellung "Die Architektur unserer Universität - eine Zeitreise". Bis zum 2. Dezember zeigt die Friedrich-Schiller-Universität in der 1. Etage des Hauptgebäudes zahlreiche Abbildungen, historische Dokumente und Fotografien ihrer wichtigsten Gebäude. Die Ausstellung führt durch die mehr als 450-jährige Geschichte der Alma Mater Jenensis, die mit der Gründung der "Hohen Schule" 1548 durch Johann Friedrich I. von Sachsen beginnt und mit den Planungen zur Bebauung des Inselplatzes endet.

Architektonische Zeitreise

Die "architektonische Zeitreise" durch die Universitätsgeschichte startet mit Darstellungen des ältesten Universitätsgebäudes, dem "Collegium Jenense", sowie des Ensembles des Kollegienhofs und setzt sich fort mit dem 1908 eingeweihten Universitätshauptgebäude am Fürstengraben. Viele Objekte haben eine wechselvolle Nutzungsgeschichte: Aus der Arbeiter- und Bauern-Fakultät (ABF) wurde beispielsweise das Oberlandesgericht, das heute als Lehrgebäude der Universität unter dem Namen "Uniforum" bekannt ist. Auch das Bienenhaus am Steiger hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich und ist heute Sitz der AG Biologiedidaktik. Zahlreiche durch die Universität genutzte Häuser stehen inzwischen auf der "Liste der Kulturdenkmale" der Stadt Jena. Dazu zählen neben den bereits genannten Bauten auch der Nollendorfer Hof, das Griesbachsche Gartenhaus, das Accouchierhaus, das Gebäude des Instituts für Sportwissenschaft (im Volksmund "Muskelkirche" genannt) und das Haus zur Rosen. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Universität auch räumlich vergrößert - beispielsweise durch den Wandel in der Stadtmitte, wo aus dem alten ZEISS-Hauptwerk der Abbe-Campus wurde.

Über Jahrhunderte gelangten etliche Gebäude in Universitätsbesitz oder wurden vom Land direkt für die einzelnen Fakultäten gebaut. Der seit der Wiedervereinigung starke Anstieg der Studierenden- und Mitarbeiterzahlen sowie die sich entwickelnden Aufgaben und Erfolge in Forschung und Lehre führten zu einem wachsenden Raumbedarf, der bis heute anhält. Mit der geplanten Errichtung des Neubaus am Inselplatz und zweier Gebäude für die Chemisch-Geowissenschaftliche Fakultät wird die Universität in den nächsten Jahren ihrer Architekturgeschichte ein weiteres Kapitel hinzufügen, das in den zwei angebotenen Führungen genau unter die Lupe genommen wird.

Öffentliche Vorträge:
Einführung in das Bauprojekt "Inselplatz"
mit Dipl.-Ing. Bert Liebold:
Donnerstag, 18. Oktober 2018, 17 Uhr
Donnerstag, 15. November 2018, 17 Uhr

Ort: Universitätshauptgebäude, Fürstengraben 1, 07743 Jena

Öffnungszeiten: Mo-Sa von 7.00-22.00

Eintritt frei

Kontakt:
Susanne Reichelt
Abteilung Hochschulkommunikation der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Zwätzengasse 4, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 931019
E-Mail:

 

 

Meldung vom: 2018-10-17 11:41
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