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Mechanismen von lebensbedrohlichen Pilzinfektionen aufklären

Axel Brakhage und Bernhard Hube erhalten bedeutenden Mikrobiologie-Preis
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09.10.2014

 

Die rasche Verbreitung von Ebola oder die Ausbrüche von Infektionen auf Frühgeburtenstationen zeigen: Die Gefahr, die von Infektionskrankheiten ausgeht, ist enorm. Diejenigen, die sich dem Kampf gegen Infektionen im besonderen Maße verschreiben, zeichnet die Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) aus. In diesem Jahr geht der Hauptpreis der DGHM gleich an zwei Jenaer Wissenschaftler, die an der Friedrich-Schiller-Universität und am Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie - Hans-Knöll-Institut (HKI) tätig sind: Prof. Dr. Axel Brakhage und Prof. Dr. Bernhard Hube. Ihnen wurde am 5. Oktober anlässlich der Tagung "Microbiology and Infection 2014" in Dresden gemeinsam der mit 8.000 Euro dotierte Hauptpreis der DGHM überreicht.

Der eine forscht am Schimmelpilz "Aspergillus fumigatus", der andere an den Hefen "Candida albicans" und "Candida glabrata" - beide klären die Mechanismen von lebensbedrohlichen Pilzinfektionen auf. Seit seiner Ankunft in Jena im Jahr 2005 hat Axel Brakhage das HKI zum wichtigen Standort für die Forschung an Pilzinfektionen ausgebaut. "Ich will verstehen, warum und wie Aspergillus fumigatus krank macht. Hier in Jena habe ich ein tolles Umfeld aus HKI, Friedrich-Schiller-Universität und Universitätsklinikum gefunden - ein Glücksfall." Sein Traum, eine neue Substanz für die Therapie von Pilzerkrankungen zu entwickeln, sei zwar noch entfernt, dennoch: Man sei schon einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Auch Bernhard Hube unterstreicht dies: "Durch unsere Forschung und die neuen Technologien sind die Einsichten heute gigantisch. Schritt für Schritt kommen wir den krankmachenden Mechanismen der Pilze näher." Er forscht an lebensbedrohlichen Erkrankungen durch Hefen, die das Immunsystem abwehrgeschwächter Patienten überwinden und so Organe befallen können.

Auch nach dem Erhalt des Preises der DGHM richten Brakhage und Hube ihren Blick nicht auf vollbrachte Leistungen, sondern die Fragen, die es noch zu beantworten gilt. An Ehrgeiz mangelt es dabei gewiss nicht, bestätigt Bernhard Hube: "Wir arbeiten hier an aktuellen, drängenden Fragen von Infektionskrankheiten und wollen die Mechanismen aufklären, um zu helfen, Diagnose und Therapie der lebensbedrohenden Pilzinfektionen zu verbessern. Das spornt jeden Tag neu an."

 

 

Meldung vom: 2014-10-09 14:31
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