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Willkommen und „Abschied“

Investitur des neuen Präsidenten und Verabschiedung des Rektors
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09.10.2014


Mit einem Festakt ist am Montag (6.10.2014) der bisherige Rektor Prof. Dr. Klaus Dicke verabschiedet und der neue Präsident Prof. Dr. Walter Rosenthal offiziell in sein Amt eingeführt worden. Zahlreiche prominente Gäste aus nah und fern nahmen an der musikalisch vielfältig umrahmten Investitur in der gut gefüllten Aula der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) teil - darunter Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und ihr Stellvertreter, Wissenschaftsminister Christoph Matschie. Beide bekannten sich - nach der Begrüßung durch den Universitätsratsvorsitzenden Dr. Josef Lange - in ihren Reden zur Bedeutung der FSU und betonten die Notwendigkeit einer auskömmlichen Finanzierung der Universität. Matschie versprach erneut den Ausgleich der Kostensteigerungen ergänzt um 1 % Zuwachs. Für die Ministerpräsidentin ist die FSU "das Flaggschiff unter den Thüringer Universitäten und Hochschulen" und das sei auch das Verdienst des scheidenden Rektors Klaus Dicke, dem alle Redner für seinen Einsatz und seine Umsicht bei der Amtsführung dankten.

Dicke, der die Amtsgeschäfte noch bis einschließlich 15. Oktober führt, stellte seine gewohnt brillante Rede unter den Titel "Rückblick nach vorn". Neben dem Dank an die zahlreichen Wegbegleiter ließ er es sich aber nicht nehmen, auf die bleibenden Herausforderungen - wie die Inselplatz-Bebauung - hinzuweisen und die Politik an ihre Finanzierungspflichten zu erinnern: "Wenn die Leistungsfähigkeit der Hochschulen in Deutschland nicht schweren Schaden leiden soll, müssen die Länder mit Unterstützung des Bundes bei der Grundfinan­zie­rung zulegen, erheblich zulegen. Der Streit um den Overhead muss beigelegt werden, und nicht bei 20 %, sondern bei 40 %." Und er mahnte: "Auch beim Hochschulbau und der Infrastruktur hinkt Thü­ringen bei allen anerkennenswerten Leistungen hinter dem Erforderlichen zurück. Und auch dies: Deutschland braucht dringend ein Hochschulsteuerrecht, um bürokratische und fiskali­sche Absurditäten in nicht geringer Zahl abstellen und die dabei freiwerdende Energie For­schung und Lehre zugutekommen zu lassen. Und bei allem muss die Perspektive sein: Hochschulpolitik ist Zukunftspolitik."


Bildung zur Freiheit

Dann übergab er die Amtskette als Symbol der Verantwortung an Prof. Rosenthal. Dieser streifte den Talar über als "Ausdruck des Respekts vor der Geschichte dieser Universität, ihrer Tradition und ihrer Autonomie." In seiner Antrittsrede präsentierte er nicht nur das Leitungsteam, dem neben dem Kanzler Dr. Klaus Bartholmé die neue Vizepräsidentin Prof. Dr. Iris Winkler und die Vizepräsidenten Prof. Dr. Thorsten Heinzel und Prof. Dr. Uwe Cantner angehören, sondern erläuterte auch sein Selbstverständnis und seine Kernziele. Unter den Titel "Bildung zur Freiheit" stellte er seine Rede, in der er seinem Vorgänger dankte und betonte: "Die Fried­rich-Schiller-Universität ist gut aufgestellt und ich komme nicht mit einem konkreten Umset­zungs­konzept im Gepäck nach Jena. Konzepte für die Zukunft zu entwickeln, sehe ich zu­dem auch nicht als Aufgabe des Präsidenten oder des Präsidiums alleine, sondern als Auf­ga­be der gesamten universitären Gemeinschaft an." Seine Ziele, auf die er hinarbeiten bzw. die er erhalten will, lassen sich in sechs Sätzen festhalten:

  • Die Universität muss sich als ein Ort der Freiheit verstehen.
  • Die Universität nimmt Verantwortung für unsere Gesellschaft wahr.
  • Die Friedrich-Schiller-Universität ist der Exzellenz in Forschung und Lehre verpflichtet.
  • Die Friedrich-Schiller-Universität stellt sich dem nationalen und internationalen Wettbe­werb.
  • Die Friedrich-Schiller-Universität ist Motor einer Wissenschafts- und Wirtschaftsregion.
  • Die Friedrich-Schiller-Universität braucht eine auskömmliche Finanzierung.

Zum Abschluss betonte er den Mehrwert, den die Universitäten für das Land bringen, und sagte: "Unsere Universität braucht die Vielfalt der Fächer" und lud alle Uni-Angehörigen dazu ein, "den Weg des interdiszi­plinären Diskurses und der Profilbildung gemeinsam zu gehen."


Impressionen und der Blick von außen

Eine Aufzeichnung der kompletten Investitur ist hier zu finden, fotografische Impressionen hier.

Der Beitrag von JenaTV zur Investitur steht hier. Der MDR berichtet hier über die Amtseinführung von Walter Rosenthal und bringt hier ein kurzes Porträt über Klaus Dicke.

 

Meldung vom: 2014-10-09 11:46
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