Schnelleinstieg Reader

Home|Suche|Friedolin|Webmail de

Wortmarke FSU

Neuer Leibniz-ScienceCampus zur Stärkung der Alternsforschung in Jena

Projekt „Regeneratives Altern“ konnte sich im Wettbewerb durchsetzen
PDF erstellen
ReadSpeaker
zurück | vor
03.12.2014

 

Das Leibniz-Institut für Altersforschung - Fritz-Lipmann-Institut (FLI) erhält von der Leibniz-Gemeinschaft die Förderzusage für die Einrichtung eines Leibniz-ScienceCampus gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Jena (UKJ). Das Projekt "Regeneratives Altern" soll damit zunächst für vier Jahre gefördert werden und zusätzliche Geldmittel von insgesamt 0,8 Mio. Euro erhalten. Der ScienceCampus ist einer von sechs solcher Neu-Einrichtungen in Deutschland und wird über die ProExzellenz-Initiative des Landes Thüringen kofinanziert.


In Kooperation mit Universität und Klinikum

"Durch den ScienceCampus und die ProExzellenz-Initiative werden Synergien und Mehrwerte geschaffen, die Jena als national und international sichtbaren Leuchtturm der Alternsforschung etablieren", kommentiert Prof. Dr. Lenhard Rudolph, Direktor des FLI. "Möglich wird dies durch die enge Zusammenarbeit mit der Friedrich-Schiller-Universität und dem Universitätsklinikum Jena." Erst 2013 gründete die Jenaer Universität das interdisziplinäre Zentrum für Alternsforschung Jena (ZAJ), das zusammen mit dem FLI Anfang 2014 die Förderzusage aus der ProExzellenz-Initiative 2 des Landes Thüringen erhielt. Aus beiden Förderinstrumenten stehen nun insgesamt 3,7 Mio. Euro für das großangelegte, interdisziplinäre Forschungsvorhaben zur Verbesserung der Regeneration im Alter zur Verfügung.

Im ScienceCampus Regeneratives Altern werden die molekularen Ursachen der Stammzellalterung sowie die alternsabhängige Hemmung der Regeneration und des Organerhalts im Mittelpunkt der Forschung stehen. Im Laufe des biologischen Alternsprozesses nimmt die Fähigkeit des Gewebes zur Regeneration kontinuierlich ab. Daraus resultiert ein ständig fortschreitender Funktionsverlust der Organe - ein wichtiger Auslöser für alternsbedingte Fehlfunktionen und Krankheiten. Die molekularen Mechanismen in Stammzellen und differenzierten Zellen während der Gewebealterung sind längst noch nicht hinreichend erforscht und verstanden. Bekannt ist, dass eine verminderte Teilungsfähigkeit von Stammzellen und differenzierten Zellen zur Abnahme der Geweberegenrationsfähigkeit im Alter beiträgt. Die Wissenschaftler haben Hinweise, dass diese verminderte Teilungsfähigkeit durch Signalveränderungen innerhalb und außerhalb der Zellen verursacht wird. Solche Signale regulieren auch den Selbsterhalt und die Funktion der Stammzellen im Gewebe. Auf diese molekularen Mechanismen werden die Forscher den Fokus ihrer Arbeit legen.


Drei neue Nachwuchsgruppen

Im Rahmen der ProExzellenz-Initiative 2 des Landes Thüringen werden am Zentrum für Alternsforschung in Jena drei neue Nachwuchsgruppen etabliert. Diese werden sich mit verschiedenen Aspekten von Stammzellalterung und molekularen Fehlfunktionen beschäftigen. Neben der Genetik von Stammzellen und alternden Geweben wird die Immunreaktion auf molekulare Schäden ein Forschungsthema am Leibniz-Institut für Altersforschung sein. Durch den nun genehmigten ScienceCampus Regeneratives Altern wird die Brücke zur Klinik geschlagen. Der Leibniz-ScienceCampus wird am Universitätsklinikum Jena (UKJ) eingerichtet und translationale Forschungsarbeiten zur gezielten "Zelldifferenzierung in alternden Geweben" etablieren. Häufig kommt es in alternden Geweben zu einer Fehldifferenzierung von Zellen und damit zum Funktionsverlust der Gewebe. Ein Beispiel ist die Fehlbildung von Fettzellen im Knochenmark und die damit verbundene Blutarmut im Alter. "Wenn es gelingt, die Fehldifferenzierung von Zellen im Alter zu korrigieren, können Organfunktionen länger erhalten bleiben", unterstreicht Prof. Dr. Andreas Hochhaus, Direktor der Abteilung für Hämatologie und Onkologie am UKJ. "Die biomedizinische Alternsforschung am Standort Jena wird durch diese neuen Arbeitsgruppen deutlich an Profil gewinnen", freut sich Prof. Dr. Klaus Benndorf, Dekan der Medizinischen Fakultät und Wissenschaftlicher Vorstand des UKJ. "Jena wird damit auch immer attraktiver für international angesehene Spitzenforscher."

 

Meldung vom: 2014-12-03 08:17
Bundesweite Aktion der HRK-Mitgliedshochschulen Partnerhochschule des Spitzensports Link zur Coimbragroup Jenaer Familiensiegel Total E-Quality partnerlogos