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Was Licht ist und wie es heute eingesetzt werden kann

Wiener Physiker schlägt beim nächsten Ernst-Abbe-Kolloquium am 29. Juni die Brücke von Einstein bis zum „Beamen“
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27.06.2016

 

"Was ist Licht - Welle oder Teilchen?" Über diese Frage ha­ben sich jahrhundertelang Gelehrte den Kopf zerbrochen. Bis Albert Einstein zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Erkenntnis zum Durchbruch verhalf, dass Licht auch als Schwarm von Teilchen interpretiert werden kann. Für diese Er­kenntnis zur Doppelnatur des Lichts wurde Einstein der Nobelpreis verliehen, exakt "für seine Verdienste um die Theoretische Physik und besonders für sei­ne Entdeckung des Gesetzes des photoelektrischen Effekts". Und mit dieser Erklärung hatte er auch indirekt die Grundlage für all jene Geräte geschaffen, die Licht in Strom verwandeln, wie Photozellen, -dioden oder Solarzellen.

Über die grundlegenden Erkenntnisse zum Licht und seine Anwendungs­mög­lich­keiten wird der renom­mier­te Wiener Physiker Prof. Dr. Anton Zeilinger am Mittwoch, dem 29. Juni 2016, im Zeiss-Pla­netarium (Am Planetarium 5) in Jena sprechen. Zeilingers öffentlicher Vortrag "Von Einsteins Frage ,Was ist Licht?' zu Quantenteleportation und Quantencomputer" findet im Rah­men des Ernst-Abbe-Kolloquiums statt, das von der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Ernst-Abbe-Stiftung ausgerichtet wird. Das Kolloquium beginnt um 17.00 Uhr, der Eintritt ist frei.


Spukhafte Fernwirkung

Im Jahr 1935 hat Einstein gemeinsam mit Boris Podolsky und Nathan Rosen gezeigt, dass zwei Quantensysteme stärker verbunden sein können, als es nach der klassischen Physik möglich ist. Diese sogenannte Verschränkung bezeichnete Erwin Schrödinger als das wesentliche Charakteristikum der Quan­tenphysik. Einstein allerdings wollte diese "spukhafte Fernwirkung" nicht akzeptieren. Dennoch führten die von Einstein kritisierten grundlegenden Ei­genschaften der Quantenphysik, wie der Zufall und die Verschränkung, zu neuen Ideen beispielsweise für eine innovative Informationstechnologie, die durch Phänomene wie Quantenteleportation oder Quantencomputer gekenn­zeichnet ist.

Zeilinger wird in seinem Vortrag eine mathematische Einführung in diese Grund­konzepte geben und die Brücke zu den modernen Anwendungen schla­gen. Er wird aber auch auf die grundsätzliche Frage eingehen, wie oft in der Physik neue Anwendungen durch fundamentale Fragen, wie etwa Einsteins Frage "Was ist Licht?", motiviert worden sind.

Im Anschluss an den Vortrag wird der Physiker von der Universität Wien und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in der für das Abbe-Kol­lo­quium bewährten Weise für Fragen zur Verfügung stehen.

 

Meldung vom: 2016-06-27 16:41
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