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„Made in Jena“

Wissenschaftsnachwuchs beim Schillertag ausgezeichnet
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28.06.2016

Jedes Jahr am letzten Freitag im Juni erinnert die Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) mit einem akademischen Festtag an die Antrittsvorlesung ihres Namenspatrons im Jahr 1789. Aus Anlass des diesjährigen "Schillertages" sind am 24. Juni 2016 auch die besten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der vergangenen zwölf Monate ausgezeichnet worden.

Der mit 5.000 Euro dotierte Habilitationspreis wurde PD Dr. Dana Kralisch überreicht. Die Naturwissenschaftlerin und Unternehmensgründerin ist für ihre Arbeit "Grünes Prozessdesign - von der Theorie zur Implementierung" ausgezeichnet worden, die sie 2015 bei der Pharmazeutin Prof. Dr. Dagmar Fischer beendet hat. Die Mutter zweier Söhne hat sich in ihrer Habilitation mit chemischen und pharmazeutischen Prozessen und deren umweltfreundlicherer Gestaltung beschäftigt. Der Habilitationspreis wird von der Universität und ihrer Freundesgesellschaft finanziert.


Dissertationspreise von der Freundesgesellschaft gestiftet

Die mit jeweils 750 Euro dotierten Dissertationspreise werden ebenfalls von der Gesellschaft der Freunde und Förderer der FSU gestiftet. Ausgezeichnet worden sind Dr. Katharina Krämer (Rechtswissenschaftliche Fakultät), Dr. Olexandr Nikolaychuk (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät), Dr. Taina Morscheck (Philosophische Fakultät), Dr. Mareike Grotheer (Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften), Dr. Christian Knüpfer (Fakultät für Mathematik und Informatik), Dr. Hannes Engelhardt (Physikalisch-Astronomische Fakultät), Dr. Mathias Köhler (Chemisch-Geowissenschaftliche Fakultät), Dr. Jakob Franke (Biologisch-Pharmazeutische Fakultät) und Dr. Dr. Gordon Otto (Medizinische Fakultät).

Der ebenfalls mit 750 Euro dotierte Dissertationsförderpreis des Alumni Jenenses e. V. ging an Dr. Kay Seidemann für seine ausgezeichnete Arbeit zum Thema "Risikomanagement in gemeinnützigen Stiftungen - Relevanz, Konzeption und Handlungsempfehlungen zur Implementierung und Ausgestaltung eines Risikomanagementsystems aus rechtlicher und ökonomischer Sicht".

Zuvor haben im Rahmen des Schillertages auch die aktuellen Doktorinnen und Doktoren, die im vergangenen Jahr erfolgreich promoviert wurden, ihre Urkunden erhalten. Durch ihre Promotionsleistungen, so Uni-Präsident Prof. Dr. Walter Rosenthal in seiner Eröffnungsrede, haben die "frisch gebackenen Doktoren ihre Fähigkeit zum selbstständigen Forschen unter Beweis gestellt. Wir wünschen uns, dass das ,Made in Jena' Ihres Doktortitels Sie als Qualitätsmarke auf Ihrem Lebensweg begleitet".


"Demokratie als solche" als Schuldige

Mit der Zukunft, die schon die Gegenwart berührt, hat sich auch Prof. Dr. Nico Stehr von der Zeppelin Universität in Friedrichshafen in seinem Festvortrag beschäftigt. Stehrs Ausführungen anlässlich des "International Year of Global Understanding", das 2016 weltweit begangen wird, standen unter der Fragestellung "Wird der Klimawandel die Demokratie übertrumpfen?". Er legte dar, dass sich unter Klimaforschern, in der Klimapolitik und in den Medien eine wachsende Ungeduld mit den Tugenden der Demokratie sowie ein dringlicher Verweis auf die außergewöhnlichen Umstände unserer ökologischen Situation ausmachen ließen. Dabei werde jedoch nicht mehr nur der tiefe Graben zwischen Erkenntnis und Handeln beklagt, sondern es werde die "Demokratie als solche" als Schuldige ausgemacht. Die Demokratie, so bilanzierte Stehr, sei ungeeignet, effektiv auf die Herausforderungen zu reagieren, vor denen Politik und Gesellschaft angesichts der Folgen des Klimawandels stehen. Die Zweifel an der Demokratie stützten sich auf eine Reihe von Beobachtungen, die der Wissenschaftler kritisch hinterfragte.

 

Meldung vom: 2016-06-28 04:55
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