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Portraitreihe "Frauen im Fokus"


In dieser Rubrik möchten wir in einem turnusmäßigen Wechsel Frauen näher vorstellen, die - in den unterschiedlichsten Bereichen und Einrichtungen - an der FSU Jena tätig sind. Damit soll nicht nur gezeigt werden, wie vielfältig  Biographien von Frauen an der Hochschule sein können; auch Einblicke in ihre tägliche Arbeit und damit in vielfältige Aufgabengebiete eröffnen sich so.

Zugleich möchten wir diesen Frauen auch gegenüber jenen "ein Gesicht geben", denen sie vielleicht nur als Name auf Briefköpfen oder als Stimme am Telefon bekannt sind.  


Unser sechzehntes Porträt gilt Katharina Schreyer:

 

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Schon seit September 1987 ist die gebürtige Dresdnerin Katharina Schreyer der Friedrich-Schiller-Universität Jena verbunden, damals noch als Studentin der Physik und Astrophysik. Für ihren ausgezeichneten Abschluss wurde ihr 1993 der Examenspreis der Fakultät Physik verliehen. Bereits vor, während und nach ihrer Promotion 1997 befand sich Katharina Schreyer in verschiedenen Anstellungsverhältnissen als Wissenschaftliche Mitarbeiterin, um Forschungserfahrung zu sammeln. Nachdem sie 2006 mit ihrer Arbeit Die Umgebung massereicher junger stellarer Objekte habilitiert wurde, ist sie seit 2007 als Privatdozentin für Astrophysik an der FSU Jena tätig. Seit 2004 beschäftigt sie sich durch ihre Tätigkeiten stärker mit der Ausrichtung auf die Praxis der Lehre: Ihrer Alma Mater Jenensis stets treu bleibend, fungiert Frau apl.-Prof. Schreyer seit Anfang 2010 als Leiterin des Physikalischen Grundpraktikums an der Physikalisch-Astronomisches Fakultät.

Mit Beginn ihrer wissenschaftlichen Karriere trat Katharina Schreyer vielerlei Arbeitsaufenthalte und Messkampagnen an, wofür sie jeweils mehrere Wochen an diversen Max-Planck-Instituten und verschiedenen nationalen und internationalen Universitäten arbeitete. Gerade die zahlreichen Beobachtungsaufenthalte an verschiedenen internationalen Großteleskopen und Radiointerferometern zogen die begeisterte Astrophysikerin nämlich immer wieder ins Ausland - von Finnland über Chile, von Hawaii bis nach Australien, von Frankreich bis Arizona. Zwischen 2004 und 2010 gehörte Frau Schreyer einem internationalen Projektteam in Grenoble und Bordeaux (Frankreich) zur Untersuchung der Rolle der Chemie in protoplanetaren Scheiben an. 2011 war sie am Aufbau eines Demonstrationspraktikums für Physik und Chemie an der Universität Saigon in Vietnam beteiligt. Neben weiteren Auslandsbeziehungen pflegt Katharina Schreyer internationale Kooperationen zur Untersuchung der Materie um Neutonensterne, sowie der Beobachtung von massereichen Scheiben um junge eingebettete massereichere Sterne.

Zu ihren fachlichen Aktivitäten gesellt sich bei Frau Schreyer ein umfangreiches Engagement in Gremien, Kommissionen oder der Öffentlichkeitsarbeit auf. So ist sie seit 1993 immer wieder Mitglied in Berufungskommissionen und seit 2010 auch in verschiedenen Promotionskommissionen in Thüringen. Außerdem kümmert sie sich um Prüferbestellungen der unterschiedlichen Fachbereiche ihrer Fakultät und nimmt zahlreiche Gutachtertätigkeiten wahr, wie beispielsweise für das Margarete von Wrangell-Habilitationsprogramm für Frauen des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg. Mit dem Amt der stellvertretenden wie der Gleichstellungsbeauftragten der Physikalisch-Astronomischen Fakultät ist sie seit vielen Jahren betraut.

Daran anknüpfend engagiert sie sich in der Öffentlichkeitsarbeit, besonders auch für die Information junger Generationen über ihren Fachbereich. Dabei liegt es ihr besonders am Herzen, Frauen für die Physik zu begeistern und ihnen vielfältige Zugänge zu ermöglichen. So hielt Katharina Schreyer schon viele öffentliche Vorträge zu astrophysikalischen Themen wie der Radioastronomie, der Milchstraße oder der Sternentstehung. Sie gestaltete mehrere entdeckungsreiche Workshops für Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Kinderuniversität, des Girls Days oder der Campus Thüringen Tour und gab Zeitungs-, Radio- oder Fernsehinterviews, wodurch sie beispielsweise 2009 im ZDF-Morgenmagazin zu Gast war.

Katharina Schreyers momentanes Hauptaufgabengebiet ist die Leitung und Durchführung des Physikalischen Grundpraktikums. Das Praktikum mit seinen etwa 70 Versuchen durchlaufen in jedem Semester zwischen 400 bis 600 Studierende von insgesamt 16 Fachrichtungen aus fünf Fakultäten der FSU. Nicht zuletzt besteht auch eine Kooperation mit dem Technikum Wien. Somit bewerkstelligt das Physikalische Grundpraktikum einen der größten Lehrexporte an der FSU Jena.

Schauen Sie doch auf Frau Schreyers Homepage vorbei: https://www.astro.uni-jena.de/Users/martin/homepage.html 


 

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